Eiskunstlauf - TuS Bad Aibling
Eiskunstlauf - TuS Bad Aibling

Neue Saison und neuer Namen:

aus den Ministarlets wurden die Ice Starlets.

 

Instagram: ice.starlets_ger

Synchro : Eis –(kunst) -lauf mal ganz anders

Die Ministarlets stellen sich vor

Hört man von Pirouetten, Sprüngen, Hebefiguren in Zusammenhang mit Eis, denkt man in der Regel an eine Eisprinzessin oder höchsten ein Paar, das anmutig übers Eis schwebt. Eislauf als Mannschaftssportart bringt man mit Eishockey zusammen. Eiskunstlauf als Mannschaftssport?  Das betreiben 16 Mädels im Alter von 10-14 Jahren als Synchroneiskunstlaufteam des TuS Bad Aibling, unsere Ministarlets!

Synchroneiskunstlauf wurde 1957 erstmals in den USA präsentiert. In der Regel zeigen 16 LäuferInnen verschiedene Figuren aus Blöcken, Mühlen, einfachen und sich kreuzenden Reihen, auch Hebefiguren. Dazu kommen Pirouetten, Sprünge und Spiralen. In Ergebnis zeigen die Teams eine Kombination aus Paarlauf-, Eistanz- und Ballett-Elementen. Dabei kommt es v. a. auf Synchronizität und Präzision, aber auch auf Tempo, technischen Schwierigkeitsgrad sowie Interpretation der Musik sowie der Ausdrucksstärke der Läuferinnen an. Seit 2000 gibt es in dieser Disziplin Weltmeisterschaften. Für die Winterolympiade 2018 wurde Synchroneiskunstlauf vom olympischen Komitee knapp abgelehnt.

Bei einigen Weltmeisterschaften waren die „Minis“ schon aktiv dabei. Der jeweils 1. Platz beim Mozartcup in Salzburg 2018 und 2019 (zuerst als Juvenile-Team, dieses Jahr als Basic-Novice-Team), der 4. Platz in Budapest 2017 zählen dabei zu den größten Erfolgen. Daneben kommen etwa der 1. Platz beim Swiss Cup in Widnau 2018, aber auch in Nürnberg und zuletzt in Dresden, wo allerdings tagesformbedingt der 5. Platz angesagt war.

Die Ministarlets wurden vor nunmehr 6 Saisonen als Nachwuchsformation der schon vorher recht erfolgreichen Starlets gegründet. Nun verzaubern sie das Publikum mit ihrer 3. Kür „Le Filou“ (Musik Valse d`Amour). Sie erzählen dabei tänzerisch die Geschichte vom kleinen Filou, der sein Dorf verlässt, aber aus Heimweh zur Freude der anderen Bewohner aus Heimweh wieder zurückkehrt.

Um dabei den hohen Anforderungen bei internationalen Wettbewerben zu genügen, ist hartes Training nötig. Laut Wikipedia „wäre ein ganzjähriges und fast tägliches Training“ unbedingt angesagt. Die Aiblinger Mädels haben diese Möglichkeit nicht, doch jeden Donnerstag von 17-19 Uhr wird unter den liebevollen, aber auch recht gestrengen Augen von ehemaligen Starlets (Lena Angler, Verena Dasch, Lisa Buchfeld und Antonia Scholze) hart gearbeitet. Dazu kommen mindestens 14tägig am Samstag und Sonntag (meist von 6.30 Uhr bis 12 Uhr!!) Trainingseinheiten. Das verlangt den Jugendlichen viel an Disziplin und auch körperlicher Fitness ab. – Ausdauer und Fitnesstraining im Sommer ist übrigens unabdingbar! Und ein einwöchiges Trainingslager in Tschechien steht ebenso an.  Dass die Trainierinnen dabei immer wieder mal ein ernstes Wort sprechen müssen, versteht sich von selbst. – Es ist ja auch ein recht lustiger Trupp, unsere Mädels – und der Spaß, die gemeinsame Gaudi, kommen nicht zu kurz! Im Großen und Ganzen ist unsere Formation aber hochmotiviert und gut bei der Sache! – Sie wollen ja auch die Erfolge! Und sie sind Vorbild für das kleine Beginnerteam, wo jungen Läuferinnen die Grundlagen des Synchroneiskunstlaufs beigebracht werden – Den zukünftigen Ministarlets?

Denn unsere Mädels wollen weitergehen. Schön langsam macht sich das „Mini“ im Namen nicht mehr so gut. Doch neben dem neuen Namen, worüber schon die Köpfe rauchen, steht auch der Aufstieg in die nächsthöhere Kategorie „Advanced Novice“ an. Dazu braucht es allerdings unbedingt 16 Läuferinnen. Momentan wird mit 14 Athletinnen und 2 Ersatzläuferinnen gefahren. Einige neue Mädchen haben sich für die nächste Saison angekündigt. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sie leistungsmäßig in die Gruppe integriert werden können. Wenn es klappt, dann geht es zur Deutsche Meisterschaft nach Berlin, aber auch Ziele wie Mailand, Frankreich… sind anvisiert.

Die Minis bringen also Aibling und seinen Charme  in die Welt hinaus. Ach ja, und da wäre noch ein Anliegen in eigener Sache. – Vielleicht findet sich ja nach diesem Artikel ein synchroneiskunstlaufbegeisteter Sponsor. Wir hätten ihn dringend nötig, um unsere Ziele   realisieren zu können!

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